Wir verlieren so viel, immer wieder das ganze Leben lang. Tiere, Menschen, Dinge, Unbeschwertheit, die Liste ist endlos lang. Über die Jahre lernen wir mit den einzelnen Verlusten umzugehen, die einen wiegen schwerer, die anderen weniger.
Sie alle hinterlassen Spuren bei uns, zeichnen uns. Es gibt die Menschen, die mit ihren Verlusten leichter umgehen. Sie verarbeiten sie gesund und leben ihr Leben weiter. In ihren Herzen, wird es immer eine Stelle einnehmen, sie lassen sich davon jedoch nicht beherrschen.
Und dann gibt es es die Menschen, die bei jedem Verlust ein klein wenig mitsterben. Eine klaffende Wunde reißt in ihr Herz und sie sind nicht in der Lage sie zu verschließen. Am Ende bleibt eine wulstige eiternde Narbe.
Stück für Stück stirbt ein Teil der Seele der Menschen, immer wieder. Sie haben keine Chance sich dagegen zu wehren, nie gelernt mit dem Schmerz umzugehen. Er beherrscht sie!
Sie werden immer weniger Bindungen eingehen, immer weniger Beziehungen zu lassen. Sie können nicht, wo doch jeder einzelne Verlust sie dichter an den Rande des Abgrundes treibt.
Sie leiden, immer.
Emphaten.
Ihr einziger Schutz, sie bauen Mauern um sich auf. Kalt, abweisend, unüberwindbar.
So fristen sie ihr Dasein: allein, einsam, verlassen und ohne Schmerz?
Doch niemals ohne Schmerz!